7er Rugby:
http://de.wikipedia.org/wiki/7er_Rugby
7er-Rugby (englisch: rugby sevens) ist eine Variante
des Rugby Union aus der Familie der Rugbysportarten, und wird, im Gegensatz
zu herkömmlichem Unionrugby mit 15 Spielern, mit nur 7 Spielern
gespielt. Diese Spielvariante des Rugby wird 2016 auch in das Programm
der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro aufgenommen.
Regeln
7er-Rugby wird vom Weltverband International Rugby Board gefördert
und besitzt, genau wie Rugby Union, ein offizielles IRB-Regelwerk. Die
Grundlage bilden die Rugby-Union-Regeln, auch das Spielfeld besitzt
dieselbe Größe wie im 15er-Rugby.
Die Dauer eines Spiels wird jedoch auf 2 x 7 Minuten
mit einer Minute Halbzeitpause beschränkt; Endspiele dauern 2 x
10 Minuten bei zwei Minuten Halbzeitpause. Auf diese Weise können
7er-Rugby-Turniere an einem Tag oder einem Wochenende veranstaltet werden.
Durch die verringerte Spielerzahl bei gleicher Platzgröße
hat das angreifende Team einen Vorteil und Punkte werden häufiger
als in der 15er-Variante erzielt. Da durch die Rahmenbedingungen auch
der Ballbesitz mehr Wert als Feldvorteile hat, wird der Ankick, nachdem
Punkte erzielt wurden, von der Mannschaft ausgeführt, die erfolgreich
war – im Gegensatz zum „großen“ Rugby Union.
Erhöhungen müssen per Dropkick ausgeführt werden. Gasse
und Gedränge (bestehend aus drei Spielern) sind weiterhin Teil
des Spiels, wobei in einigen Situationen statt eines Gedränges
ein Freitritt verhängt wird.
So gut wie alle 7er-Rugby-Spieler spielen auch 15er-Rugby.
Gute Siebenermannschaften bestehen meist aus Spielern der Hintermannschaft
und Dritte-Reihe-Stürmern, da diese für das schnellere und
laufintensivere Spiel körperlich gewöhnlich besser geeignet
sind und über eine bessere Ballbehandlung verfügen.
Geschichte
Erfunden wurde das 7er-Rugby 1883 von Ned Haig, einem Metzger aus der
schottischen Stadt Melrose. Gedacht war es als einmalige Aktion, um
Geldmittel für den örtlichen Verein zu beschaffen, doch die
Idee fand beim Publikum Anklang. Das erste offiziell vom IRB unterstützte
Spiel fand 1973 im Murrayfield Stadium zum hundertjährigen Jubiläum
des schottischen Rugbyverbandes statt. Drei Jahre später fand zum
ersten Mal das Hong-Kong-Sevens-Turnier statt. 1993 wurde erstmals die
7er-Rugby-Weltmeisterschaft ausgetragen, in der die besten Nationalmannschaften
der Welt um den Melrose Cup spielen.
Weitere wichtige Wettbewerbe, in denen 7er-Rugby gespielt
wird, sind die Commonwealth Games und die World Games. Das IRB veranstaltet
über mehrere Monate hinweg eine Reihe von Turnieren in Städten
auf der ganzen Welt, die in die Endauswertung der IRB Sevens World Series
mit einfließen. Nach dem gleichen Prinzip veranstaltet die FIRA-AER
eine europäische Turnierserie.
In Deutschland wird 7er-Rugby auf vielen Turnieren gespielt.
Hier besteht die Möglichkeit für junge und kleine Vereine,
die noch nicht über einen großen Spielerkader verfügen,
wertvolle Spielerfahrung zu sammeln. Auch die Deutschen Meisterschaften
im Schulrugby werden in der Siebener-Variante ausgetragen. Seit 1996
gibt es eine Deutsche Meisterschaft im 7er-Rugby für Männer,
vier Jahre später wurde der gleiche Wettbewerb für Frauenmannschaften
eingeführt.
Mitteldeutsche 7er Liga
Die Mitteldeutsche 7er Liga ist die Plattform für
Rugby-Mannschaften von Berlin über Sachsen-Anhalt und Sachsen,
bis nach Thüringen. Einst mit 5 Mannschaften gestartet, nehmen
heute 10 Teams an einem regelmäßigen Wettbewerb teil. Die
Tendenz ist steigend!
Termine und Tabelle unter:
http://www.rugbyweb.de/index.php?league=SLost